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Digitale Transformation – es liegt an jedem Einzelnen!

Internet of Things - Digitalisierung

„Alles was einfacher ist, wird kommen“

 

S o lautet ein wesentlicher Treiber der digitalen Transformation. Es ist nicht eine irgendwie unsichtbare Macht oder gar die Industrie, die uns zur Digitalisierung treibt, sondern es ist jeder Einzelne, der sein Leben etwas komfortabler gestalten will. Der Treiber der Digitalisierung sind also wir alle, die sich bequem per Smartphone APP ein Produkt bestellen und erwarten, dass es am nächsten Tag geliefert wird. Es ist jeder Einzelne, der nicht mehr auf die individuelle Ausstattung seines Fahrzeugs verzichten will und für den es selbstverständlich ist, online über Google Maps zu navigieren.

Dieser Zusammenhang ist wichtig, da ich oftmals die Erfahrung mache, dass die Menschen bei den Begriffen Digitalisierung, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz oder Blockchain Ängste verspüren, es sei eine Veränderung im Gange, die sie nicht beeinflussen könnten. Viele sehen gar nicht die Vorteile und Chancen, die sie selbst nutzen, sondern haben Angst vor Arbeitsplatzvernichtung, digitaler Überforderung oder sogar sich selbst erschaffenden intelligenten Robotern, die die Menschheit unterdrücken. Dabei sind digitale Technologien zunächst einmal nur Mittel zum Zweck, um die Bedürfnisse der Menschen (= Kunden) optimal zu befriedigen. Alles weitere sind Konsequenzen, die wir durch den Einsatz dieser Mittel und Technologien in Kauf nehmen.

Günstige Produkte, die individualisiert per Post nach Hause geliefert werden, sind mit rein analogen Fertigungsanlagen nicht darstellbar. Eine Heizung, die an der Grenze der physischen Machbarkeit Energie spart ist ohne eine datengetriebene Steuerung nicht möglich. Und eine Bank, die ihren Kunden für Überweisungen den Weg zur Filiale erspart ist ebenso auf digitale Technologien angewiesen. Wir Konsumenten finden das angenehm und nehmen für solche Annehmlichkeiten an vielen Stellen in Kauf, dass die Unternehmen dafür von uns entsprechende Daten erhalten.

Seit Beginn des Übergangs unserer Gesellschaft streben wir nach Mehr, um unsere Lebenssituation weiter zu verbessern. Erst war es die maschinelle Bearbeitung von Feldern, später die industrielle Fließbandfertigung. Dies führt historisch gesehen, zu immer mehr Konsum und immer neuen Herausforderungen auf der Anbieterseite, mehr zu produzieren. Industrie 4.0 ist die aktuelle Antwort darauf, dank strukturierter Datenanalyse und Kommunikation von Produktionsmaschinen, die Herstellung von Gütern so zu flexibilisieren, dass wir am Ende individuelle Produkte zu Kosten erzeugen, die früher nur mit Massenware ermöglicht wurde. Daten sind dabei das Medium, über das die Informationen zwischen Kundenbedürfnis und Produktionsauftrag zusammengebracht werden.

Eine digitale Gesellschaft muss schließlich die Frage für sich beantworten, wie sie die menschlichen Fähigkeiten (v.a. Kreativität, soziale Bindung) mit den technologischen Fertigkeiten (z.B. Künstliche Intelligenz, Robotik) nutzen möchte, um den maximalen Nutzen aus einer Co-Existenz von Mensch und Maschine zu ziehen. Schließlich ist es jeder Einzelne, der seinen Nutzen definiert und danach handeln sollte.

Wenn sich aus einem neuen Gesellschaftsmodell ergibt, dass wir etwas ändern sollten, empfehle ich, diese Entwicklung schnell zu starten. Denn es gilt weiterhin die Erkenntnis:

Die Veränderungsgeschwindigkeit ist heute höher als früher und wird nie mehr so langsam sein wie jetzt!“.